Das schwere Erdbeben am 10. August hat das Leben zahlreicher Familien im Südwesten Kolumbiens schlagartig verändert. In Cali und Umgebung wurden viele Menschen obdachlos oder mussten ihre einsturzgefährdeten Häuser verlassen. Neben der materiellen Not wiegt die seelische Belastung schwer – besonders für Kinder und Jugendliche.
Einsatz lokaler Fachkräfte und Partner
Bereits am Tag nach dem Beben schlossen sich unabhängige Notfallpädagog*innen in Cali zusammen. Daraus entstand schnell ein Netzwerk aus Fachkräften der Psychologie, Kunst und Pädagogik.
Die Koordination der Einsätze übernimmt unter anderem die lokale Organisation Fundación Aldea Pedagógica Camino del Sol in Abstimmung mit städtischen Stellen. In der ersten Phase leisteten auch Institutionen wie das Rote Kreuz und das kolumbianische Familieninstitut ICBF logistische Unterstützung.
Mit Methoden der Notfallpädagogik, Kunst, Bewegung und Malerei schaffen die Teams geschützte Räume. Die Angebote helfen Kindern und Familien, das Erlebte zu verarbeiten, innere Ruhe zurückzugewinnen und ihren Alltag schrittweise wieder aufzubauen.
Hilfe in Unterkünften und Zeltlagern
Das Team begleitet mittlerweile rund 200 Familien. Da viele Betroffene vorübergehend in Notunterkünften untergebracht wurden, finden dort an drei Tagen pro Woche gezielte Gruppenangebote statt. Zudem finden Einsätze in Stadtteilen wie Chiminangos statt, wo Familien in Behelfszelten neben ihren beschädigten Häusern ausharren, um ihr Hab und Gut zu beschützen.
Unsere Partnerorganisation unterstützt vor Ort
Dank der Unterstützung einiger Spenden aus Deutschland finanziert Montebellos Kinder e.V. die Arbeit des Kunsttherapeuten Diego Posada in dieser Initiative. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Semillas de Arte ermöglichen wir so betroffenen Kindern kontinuierliche pädagogische Begleitung.
Gemeinsam helfen
Mit ihrer Spende können Sie einen Beitrag zur Arbeit von Diego Posada in der Notfallpädagogik oder im Rahmen der Kunsttherapie für Kinder in zwei Krankenhäusern der Stadt Cali leisten.

