Juan Pablos Weg von der Vorschule bis an die Universität zeigt, wie viel Potenzial in den Kindern von Montebello steckt. Der heute 18-Jährige besuchte jahrelang das Colegio de las Aguas, wo er enge Freundschaften knüpfte und eine unbeschwerte Schulzeit verbrachte. Als die Einrichtung während seines neunten Schuljahres schließen musste, brach für ihn zunächst eine Welt zusammen.
Doch Juan Pablo ließ sich nicht entmutigen: An seiner neuen Schule, die weiter entfernt in einer anderen Gemeinde lag, fand er sich trotz anfänglicher Umstellungsschwierigkeiten schnell zurecht. Er engagierte sich voller Tatendrang im gemeinschaftlichen Schulgarten und entdeckte während eines Orientierungsprogramms in der elften Klasse seine große Stärke für Buchhaltung und Marketing. Sein klares Ziel: Er wollte studieren.
Dass dieser Traum heute Wirklichkeit ist, verdankt er auch der außergewöhnlich langen Begleitung durch Familie Jokiel. Bereits seit seiner Schulzeit wird er durch eine Patenschaft unterstützt. Wie wertvoll diese Bindung ist, zeigte sich bereits vor einigen Jahren bei einem Besuch der Familie in Kolumbien, als Juan Pablo voller Stolz seine damalige Schule präsentierte. Heute übernimmt seine Patenfamilie die Hälfte der Studiengebühren, sodass er Öffentliches Rechnungswesen an der Universidad Santiago de Cali studieren kann. „Mit dem Wissen aufzuwachsen, dass es Menschen gibt, die an mich glauben, hat für mich den größten Wert“, blickt er dankbar zurück.
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